Durch Quotes

Authors: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
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durch-das-leid-hindurch-nicht-am-leid-vorbei-geht-der-weg-zur-freude-karl-barth
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ibrahim-ibn-adham-sagte-dass-man-sein-selbst-aufgrund-dreier-eigenschaften-ruiniert-nemlich-durch-das-zu-viele-essen-reden-und-schlafen-ibrahim-ibn-adham
weil-der-pebel-noch-sein-gefehlt-hat-das-bei-vornehmern-durch-tausend-unnaterliche-vorstellungen-verderbt-und-geschwecht-wird-gotthold-ephraim-lessing
lesen-ist-eine-erinnerungsarbeit-bei-der-wir-durch-geschichten-in-den-genuss-der-vergangenen-erfahrungen-anderer-kommen-als-weren-es-unsere-eigenen-alberto-manguel
toto-wusste-dass-tiere-eber-die-gleiche-intelligenz-verfegen-wie-menschen-und-allein-durch-eine-verkettung-unglecklicher-evolutionerer-umstende-in-kerper-ohne-stimme-und-ohne-pra
was-wir-eber-unsere-gesellschaft-ja-eber-die-welt-in-der-wir-leben-wissen-wissen-wir-durch-die-massenmedien-niklas-luhmann
1. Lesen ist ein bloeŸes Surrogat des eigenen Denkens. Man le¤eŸt dabei seine Gedanken von dem Andern am Ge¤ngelbande fe¼hren. [... ] Lesen soll man nur dann, wann auch die Quelle der eigenen Gedanken stockt; was auch beim besten Kopfe oft genug der Fall seyn wird. Hingegen die eigenen, urkre¤ftigen Gedanken verscheuchen, um ein Buch zur Hand zu nehmen, ist Se¼nde wider den heiligen Geist. Man gleicht alsdann Dem, der aus der freien Natur flieht, um ein Herbarium zu besehn, oder um sche¶ne Gegenden im Kupferstiche zu betrachten. 2. Wann wir lesen, denkt ein Anderer fe¼r uns: wir wiederholen bloeŸ den mentalen ProzeeŸ. Es ist damit, wie wenn beim Schreibenlernen der Sche¼ler die vom Lehrer mit Bleistift geschriebenen Ze¼ge mit der Feder nachzieht. Demnach ist beim Lesen die Arbeit des Denkens un zum groeŸen Theile abgenommen. Daher die fe¼hlbare Erleichterung, wenn wir von der Besche¤ftigung mit unseren eigenen Gedanken zum Lesen e¼bergehn. Eben daher kommt es auch, daeŸ wer sehr viel und fast den ganzen Tag liest, dazwischen aber sich in gedankenlosem Zeitvertreibe erholt, die Fe¤higkeit, selbst zu denken, allme¤lig verliert, - wie Einer, der immer reitet, zuletzt das Gehn verlernt. Solches aber ist der Fall sehr vieler Gelehrten: sie haben sich dumm gelesen. Denn beste¤ndiges, in jedem freien Augenblicke sogleich wieder aufgenommenes Lesen ist noch geistesle¤hmender, als beste¤ndige Handarbeit; da man bei dieser doch den eigenen Gedanken nachhe¤ngen kann. Aber wie eine Springfeder durch den anhaltenden Druck eines fremden Ke¶rpers ihre Elasticite¤t endlich einbe¼eŸt; so der Geist die seine, durch fortwe¤hrendes Aufdringen fremder Gedanken. Und wie man durch zu viele Nahrung den Magen verdirbt und dadurch dem ganzen Leibe schadet; so kann man auch durch zu viele Geistesnahrung den Geist e¼berfe¼llen und ersticken. Denn selbst das Gelesene eignet man sich erst durch spe¤teres Nachdenken dare¼ber an, durch Rumination. Liest man hingegen immerfort, ohne spe¤terhin weiter daran zu denken; so faeŸt es nichtWurzel und geht meistens verloren: Ueberhaupt aber geht es mit der geistigen Nahrung nicht anders, als mit der leibichen: kaum der funfzigste Theil von dem, was man zu sich nimmt, wird assimilirt: das Uebrige geht durch Evaporation, Respiration, oder sonst ab.

Arthur Schopenhauer
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Sehr oft werde ich nach meinem Lieblingskomponisten gefragt - eine typische Frage von Laien an Musiker, eine, die wir Musiker uns gegenseitig wohl eher selten stellen. Vielleicht weil wir sie vordergre¼ndig als banal empfinden. Vielleicht auch, weil eine direkte Antwort darauf, ehrlich gesagt, unme¶glich ist. Musik ist zu meinem Leben geworden. Nichts von dem, was ich tue, hat nicht irgendwas mit Musik zu tun. Ich habe Werke bere¼hmter und weniger bekannter Komponisten einstudiert und dirigiert, aus ganz unterschiedlichen Epochen. Ich habe versucht, sie zu verstehen. Unze¤hlige Stunden habe ich dare¼ber nachgedacht, wie die Orchester, die ich dirigiere, die Werke spielen ke¶nnten, um dem Publikum die darin liegenden Aussagen nahe zubringen. Ich habe mich beme¼ht, bis zum Kern der Kompositionen vorzudringen und so mancher Re¤tselhaftigkeit auf die Spur zu kommen. Ich tue es heute noch. So sind mir meist die Komponisten, mit deren Werken ich mich gerade intensiv besche¤ftige, am pre¤sentesten und vielleicht in dem Moment auch am ne¤chsten. Aber sind sie mir dann auch die liebsten ? Ich weieŸ es nicht. Meine Entdeckungsreise durch die Welt der klassischen Musik, die vor sechzig Jahren an der Westke¼ste Kaliforniens in einem Fischerdorf begann, ist le¤ngst nicht zu Ende. Im Gegenteil : Meine ke¼nstlerische Neugier treibt mich te¤glich weiter in diese faszinierte Welt hinein, deren Umfang immer gre¶eŸer wird, je tiefer ich in sie vordringe. Die Welt der Musik gleicht unserem expandierenden Universum. Je mehr ich mich mit Musik befasse, desto weniger meine ich e¼ber sie zu wissen. Wie also sollte ich diese offenbar gar nicht so banale Frage nach meinem Lieblingskomponisten beantworten ? Vielleicht, indem ich sie anders formuliere : "In deiner freien Zeit, in Stunden, die nicht verplant sind und ganz dir gehe¶ren - welche Musik we¼rdest du dann fe¼r dich spielen ?" Die Antwort darauf ist viel einfacher. Es ist die Musik von Johann Sebastian Bach. Das sage ich ohne den Hauch eines Zweifels. Von fre¼hester Kindheit an hat mich Bach verfolgt und ich ihn. Bis heute. Seine Musik le¤sst mich nicht los. Ihre Tiefe ist unendlich. Sie vereint alles, was klassische Musik ausmacht. Und bis heute bin ich auf der Suche nach dem Warum.

Kent Nagano Erwarten Sie Wunder
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